Über mich
Viele der Fragen, die mich am meisten beschäftigen, haben keine einfachen Antworten.
Sie entstehen dort, wo Schmerz, Alter, Erkrankungen wie Arthrose und Krebs, Lebensqualität, Tierwohl und die Beziehung zwischen Tieren und den Menschen, die sie begleiten, aufeinandertreffen.
Mich interessiert dabei nicht nur, welche Erkrankung ein Tier hat, sondern was diese Erkrankung für seinen Alltag bedeutet. Wie sie Bewegung verändert. Verhalten. Beziehungen. Freude. Selbstbestimmung. Und letztlich die Lebensqualität.
Denn genau dort beginnt für mich gute Tiermedizin.
Mein Weg
Mein Weg begann in der Neurologie – in Klinik und Forschung – und führte mich anschließend von der Uniklinik über eine große Überweisungsklinik mit Notfallmedizin bis hin zur allgemeinmedizinischen und schließlich eigenen Praxis und meiner heutigen Tätigkeit mit Schwerpunkt Schmerzmedizin.
Jede dieser Stationen hat meinen Blick erweitert.
Ich habe gelernt, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, Symptome nicht isoliert zu betrachten und medizinische Entscheidungen immer im größeren Zusammenhang eines individuellen Lebens zu sehen.
Heute verstehe ich Krankheiten weniger als einzelne Diagnosen, sondern als Teil einer Geschichte, die jedes Tier auf seine eigene Weise erlebt.
Was mich heute beschäftigt
Heute arbeite ich vor allem mit Hunden und Katzen mit chronischen Schmerzen, Arthrose, neurologischen Erkrankungen, altersbedingten Veränderungen und am Lebensende.
In den vergangenen Jahren ist mein Interesse jedoch immer stärker über einzelne Erkrankungen hinausgewachsen.
Mich beschäftigt zunehmend die Frage,
was ein gutes Leben für Tiere eigentlich ausmacht.
Schmerz ist dabei ein Teil der Antwort.
Alter ist ein Teil der Antwort.
Krebs ist ein Teil der Antwort.
Ebenso gehören Verhalten, Mobilität, Umwelt, Beziehungen, Fürsorge und die Entscheidungen der Menschen dazu, die Tiere begleiten.
Deshalb interessieren mich heute nicht nur Diagnosen, sondern Zusammenhänge.
Forschung, Daten und Tierwohl
Neben meiner klinischen Tätigkeit arbeite ich als leitende Tierärztin bei Agria Vet Guide Deutschland und begleite die deutschen Agria Breed Profiles.
Dabei arbeite ich mit populationsbasierten Gesundheitsdaten aus einer der weltweit größten Datenbanken zur Hundegesundheit.
Mich fasziniert die Frage, wie sich aus großen Datensätzen Muster erkennen lassen, die nicht nur einzelnen Patienten, sondern ganzen Populationen zugutekommen können.
Denn gute Medizin beginnt nicht erst in der Sprechstunde – sie beginnt oft dort, wo wir lernen, Zusammenhänge besser zu verstehen.
Im Zentrum meiner Arbeit steht eine Frage:
Wie kann ich Tieren helfen, ein gutes Leben zu führen?
Für mich beginnt die Antwort häufig nicht mit einer Therapie, sondern mit Orientierung.
Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Menschen dabei zu unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Und Medizin so einzusetzen, dass sie nicht nur Krankheiten behandelt, sondern Lebensqualität erhält.
Ausbildung und Qualifikationen
Meine klinischen Schwerpunkte liegen heute in den Bereichen
- Schmerzmedizin
- Geriatrie
- Palliativ- und End-of-Life-Care
- Integrative Onkologie (in Weiterbildung)
- Tierwohl und medizinische Ethik
Diese Bereiche ergänzen sich für mich nicht zufällig – sie beschäftigen sich alle mit derselben Frage:
Wie können unsere Tiere nicht nur möglichst lange, sondern vor allem möglichst gut leben?
Ausbildung
- Studium der Tiermedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München
- Approbation als Tierärztin (2007)
- Promotion (Dr. med. vet.) an der Neurologischen Abteilung der Kleintierklinik der LMU München
Weiterbildungen
- Certified Veterinary Pain Practitioner (CVPP) (laufend)
- FCert Geriatric Medicine (laufend)
- Integrative Oncology (Chi University) (laufend)
- WSAVA Certificate in Pain Management
- WSAVA Certificate in Neurology
- Certified Veterinary Chiropractor (IAVC)
- Certified Veterinary Acupuncturist (CVA)
- Certified Palliative & End-of-Life Practitioner (CTPEP)
- Certified Veterinary Food Therapist (CVFT)
- Veterinary Professional Peaceful Euthanasia Certification (CAETA)
Mitgliedschaften
- Veterinary Osteoarthritis Alliance (VOA)
- International Academy of Veterinary Pain Management (IVAPM)
Wohin mein Weg führt
Schmerzmedizin, Geriatrie, Onkologie, Palliativmedizin und Tierwohl sind für mich keine getrennten Disziplinen. Sie beschreiben unterschiedliche Perspektiven auf dieselbe Frage:
Wie können wir unseren Tieren helfen, nicht nur länger, sondern vor allem wirklich gut zu leben?
Aus dieser Überzeugung entsteht derzeit For Them – ein Projekt, das wissenschaftliche Erkenntnisse, klinische Erfahrung und ethische Fragestellungen zusammenführen soll, um Orientierung für Tierhalter:innen, Kolleg:innen und alle zu schaffen, die Tiere begleiten.
Ich sehe For Them nicht als Ziel, sondern als einen Weg, die Fragen weiterzuverfolgen, die mich seit Beginn meiner tierärztlichen Laufbahn begleiten.